Die Blutspur von Belgrad 1999 bis Kiew 2014. Kriege und Krisen zur Neuaufteilung Europas

Veranstaltung der Masch e.V. mit Unterstützung des Bündnisses „Kapitalismus in der Krise“
„Die Blutspur von Belgrad 1999 bis Kiew 2014. Kriege und Krisen zur Neuaufteilung Europas.“
Veranstaltung mit Joachim Guilliard (Heidelberg)
Freitag, 20. Juni 2014
im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestr. 20

Kriege und Krisen zur Neuaufteilung Europas
„Die Blutspur von Belgrad 1999 bis Kiew 2014“
Veranstaltung der Masch e.V. mit Unterstützung des Bündnisses „Kapitalismus in der Krise“ mit
Joachim Guilliard (Heidelberg)
Freitag, 20. Juni 2014, 19 Uhr, Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20
100 Jahre nach dem ersten und 70 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg kann man sie auch mitten in Europa wieder hören, die Lügen, die einen Krieg vorbereiten und sie wieder spüren, die wachsende Sorge vor einem neuen Krieg.
• Wieder wird mit Russland in Deutschland ein Land als Feind aufgebaut und mit Putin das vermeintlich Böse personifiziert. Was wird hinter dieser Propaganda verborgen?
• Welche Interessen sind es, für deren Durchsetzung eine neue Kriegsgefahr in Kauf genommen wird?
• Was sind die geostrategischen Ziele, die – versteckt hinter einer neuen Kalten Kriegspropaganda – tatsächlich verfolgt weden?
• Welchen Beitrag kann Lenins Imperialismustheorie bei der Lösung der Gegenwartsfragen und der politischen Arbeit leisten?

Die Osterweiterung der NATO in Europa
Nach der Auflösung des Warschauer Pakts hat man uns das Ende des Kalten Krieges und eine Friedensdividende versprochen. Das Gegenteil passierte. Es begann mit der Aufsplitterung Jugoslawiens unter Federführung Deutschlands und mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Nato 1999. Damit war der Krieg nach Europa zurückgekehrt. Seitdem findet, teils mit wirtschaftlicher Expansion, teils mit Bürgerkriegen, teils mit offenen kriegerischen Auseinandersetzungen ein immer heftiger werdender Kampf zwischen der EU, den USA und Russland um Macht- und Einflusssphären in Osteuropa und im Nahen und Mittleren Osten statt. Die heftigsten Brennpunkte waren, um nur einige Stationen zu nennen: Georgien (Rosenrevolution 2003 und Georgienkrieg 2008), die Ukraine (Orangene Revolution 2004 und Umsturz und Bürgerkrieg 2014), die Unruhen in Belarus 2010/2011, die fortdauernden Auseinandersetzungen um Moldawien und Transnistrien und natürlich die großen Kriege in Afghanistan, dem Irak und Syrien.
Dabei ist, wie die Karten zeigen, die Nato in der Offensive und versucht die Einkreisung Russlands zu vollenden. In allen Konflikten von Jugoslawien bis zur Ukraine kann man zugleich die wachsenden Spannungen zwischen dem wirtschaftlich in Osteuropa dominierenden Deutschland und den stärker auf die militärische Karte setzenden USA erkennen.
Das alles ist eine höchst gefährliche Gemengelage.
Warum? Was tun? In unserer Veranstaltung mit Joachim Guilliard suchen wir nach Antworten.

Lenin 1917 zu den Gründen für Krisen und Krieg zur Neuaufteilung der Welt:
„Denn unter dem Kapitalismus ist für die Aufteilung der Interessen- und Einflusssphären … eine andere Grundlage als die Stärke der daran Beteiligten, ihre allgemeinwirtschaftliche, finanzielle, militärische und sonstige Stärke, nicht denkbar. Die Stärke der Beteiligten aber ändert sich ungleichmäßig, denn eine gleichmäßige Entwicklung der einzelnen Unternehmungen. Trusts, Industriezweige und Länder kann es unter dem Kapitalismus nicht geben. … Ist die Annahme „denkbar“, dass das Kräfteverhältnis zwischen den imperialistischen Mächten nach zehn, zwanzig Jahren unverändert geblieben sein wird? Das ist absolut undenkbar.“