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Ukrainische Patrioten

Fünf Monate nach dem von Berlin energisch geförderten Umsturz in Kiew sehen Umfragen in der prowestlich gewendeten Ukraine eine Partei der äußersten Rechten als stärkste politische Kraft. Einer aktuellen Untersuchung zufolge könnte die Radikale Partei des Rechtsaußen-Politikers Oleh Ljaschko bei Wahlen derzeit mit 23,2 Prozent der Stimmen rechnen. Ljaschko hat sich vor allem mit brutalen Aktionen im Kampf gegen ostukrainische Regimegegner einen Namen gemacht. Zudem ist er als Mitgründer und Unterstützer des Bataillons Asow bekannt, einer mehrere hundert Kämpfer umfassenden Miliz, die überwiegend aus Faschisten besteht. Ihr gehört ein schwedischer Neonazi an, der sich in der Ukraine als Scharfschütze betätigt und berichtet, dass weitere Scharfschützen schon bei den Protesten auf dem Maidan auf Seiten der Opposition zum Einsatz kamen. Wer die dortigen Todesschüsse vom 20. Februar verantwortet, ist nie aufgeklärt worden. In der aktuell aufgeheizten Stimmung unternimmt die Regierung Schritte, die einen erneuten politisch-kulturellen Rechtsrutsch in der Ukraine erkennen lassen. So werden künftig Filme und Bücher aus Russland zensiert und ihr Verkauf eingeschränkt. Ein Verbot der Kommunistischen Partei, wie es Faschisten schon lange gefordert haben, ist in Arbeit. Die Entwicklung ist ein Resultat gerade auch der deutschen Interventionen in Kiew.
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Vom Maidan in den Bürgerkrieg: Die Ukraine im Fadenkreuz imperialistischer Großmächte?

Veranstaltung mit Sergei Kirichuk (Borotba)
Mittwoch | 23. Juli 2014 | 19 Uhr
Georg Asmussen-Haus (Kaffeewelt) | Böckmannstr. 3 | Hamburg St. Georg


Mehr könnt Ihr erfahren (das auch für Eure webseiten):
„They hate us because we are communists“
Interview with Sergei Kirichuk by Andrej Hunko, 09.07.2014
http://andrej-hunko.de/7-beitrag/2120-they-hate-us-because-we-are-communists

Zur ukrainischen Linken und der Kampagne gegen „Borotba“
Andrej Hunko, 09.07.2014
http://andrej-hunko.de/7-beitrag/2119-zur-ukrainischen-linken-und-der-kampagne-gegen-borotba

Vom Maidan in den Bürgerkrieg?

Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Lage in der Ukraine
Mittwoch | 2. Juli 2014 | 19:30 Uhr | Georg-Asmussen-Haus | Böckmannstr. 3 (Nähe Haltestelle Hauptbahnhof und Berliner Tor)
mit:
Sergei Kirichuk von der linken ukrainischen Organisation Borotba
Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der LINKEN

Der Ukraine-Konflikt ist in der aktuellen Berichterstattung in den Hintergrund getreten, „König Fußball“ regiert. Doch weiterhin tobt der Krieg dort: Die ukrainische Regierung geht mit harter Hand gegen Separatisten im Osten der Ukraine vor. Die Oligarchen weiten in den Regionen der Ukraine ihre Macht weiter aus. Der neonazistische „Rechte Sektor“ geht weiter gegen Linke und Antifaschist_innen vor. An diesem Abend wollen wir uns über die aktuelle Situation, ihre Ursachen und möglichen Folgen informieren. Wir freuen uns, Sergei Kirichuk und Andrej Hunko zu Gast zu haben:
Sergei Kirichuk ist Koordinator der ukrainischen Gruppe Borotba, die Teil der außerparlamentarischen Opposition in der Ukraine ist. Neben antifaschistischer Arbeit unterstützte sie Gewerkschafts- und Studentenproteste, auch Proteste gegen den ehemaligen Präsidenten Janukowitsch. Angesichts der aktuellen Auseinandersetzungen hat sich Borotba besonders gegen die neofaschistische Partei Swoboda und den Rechten Sektor gewandt. In der Ukraine ist sie deshalb den Repressionen der gegenwärtigen Regierung und der neofaschistischen Kräfte ausgesetzt.
Andrej Hunko ist Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union. Er hat im April mit einer Delegation dieses Ausschusses die Ukraine, insbesondere den Osten bereist.
Sergei Kirichuk und Andrej Hunko werden von ihren Erfahrungen berichten und sie in den politischen Kontext einordnen. Besonders wird es auch um Fragen gehen wie: Wer sind die handelnden Akteure in diesem Konflikt? Welche Rolle spielen noch Gewerkschaften, linke und antifaschistischen Kräfte in der Ukraine? Welche Interessen verfolgen EU, USA und Russland? Was können wir in der BRD tun, um die emanzipatorischen und antifaschistischen Kräfte in der Ukraine zu unterstützen? Und was können wir tun für eine friedliche Lösung des Konflikts?
Eine Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag/Regionalbüro Nord.

100 JAHRE 1.WELTKRIEG −ZUR AKTUALITÄT VON ROSA LUXEMBURG

Bericht von der Aktion…

200 Menschen haben sich heute in Hamburg an einer Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine auf dem Ida Ehre Platz beteiligt. Das ist deutlich mehr wie beim letzten mal und doch angesichts der Ereignisse noch viel zu wenig. Mitten in der Innenstadt konnten aber viele Tausend Hamburgerinnen und Hamburger erreicht werden. Die gute Stimmung während der Aktion führte im Anschluss zu einer Spontan-Demo zum Rathaus (wo dann große Aufregung wegen der so genannten Bannmeile herrschte) und weiter bis zum Jungfernstieg. Eine rundum gelungene Aktion der weitere folgen werden – und die allen Beteiligen gut getan hat! Die Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt wurden zudem aufgefordert sich an einer weiteren bereits morgen stattfindenden Demonstration zu beteiligen. Besonders gefreut habe ich mich über die Teilnehmenden aus Wedel, die mit mit bunt geschmückten Rädern gekommen waren und zuvor schon auf ihrem Weg von Wedel bis nach Hamburg für unsere Anliegen sehr viele Menschen erreicht hatten. Weitere Aktionen werden folgen …

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